Die besten PowerBanks für mehr Akkulaufzeit

Eine PowerBank (auch "Akku Pack", "Externes Ladegerät" oder "Zusatzakku" genannt) ist eine portable Energiequelle, die eine gewisse Menge an Strom speichert und mit der sich diverse technische Geräte aufladen lassen. Das gängigste Anwendungsumfeld besteht aus Smarthpones, Tablets, eBook-Reader, GPS-Tracker, MP3-Player, etc. Aber auch größere Geräte wie Laptops, Kameras oder Akkuschrauber können mit einer entsprechenden PowerBank geladen werden.

Powerbanks

Üblicherweise werden Kapazitäten von PowerBanks mit mAh (Milliamperestunden) angegeben. Errechnet wird diese Angabe aus der theoretischen Stromspannung (Volt) und der Stromstärke (A), die über eine bestimmte Zeit abgegeben werden können, bis die Stromquelle erschöpft ist und ihrerseits wieder aufgeladen werden muss.

Warum die mAh-Angaben wenig sinnvoll sind und wie man die Leistungsfähigkeit besser beurteilen kann, habe ich in einem eigenen Absatz erklärt.

Übersicht: PowerBanks für Handys, Tablets oder Laptops?

Es ist wichtig, dass jeder der eine PowerBank kaufen möchte, sich ganz zu Beginn eine Frage beantwortet:

Welche Geräte will ich mit der PowerBank aufladen können?

Der ausgehende Strom beträgt bei PowerBanks in der Regel 1 bis 3 Ampere. Je mehr Ampere, desto mehr Energie kann innerhalb einer bestimmten Zeit ausgegeben werden. Ergo: die angeschlossenen Geräte laden schneller. Teilweise laden Geräte wie Tablets und Laptops bei zu wenig Ampere oder einer zu geringen Spannung auch gar nicht - also lieber vorher vergewissern, ob man sein Gerät überhaupt mit dem vorliegenden Akku Pack laden kann.

Ampere Faustregel

Smartphones problemlos mit 1A laden können. Tablets können erst ab 2,1A sinnvoll schnell geladen werden und Laptops benötigen schon 3A zum aufladen.

Außerdem ist das übliche Einsatzszenario ebenfalls ein wichtiges Auswahlkriterium.

Fragen wie "Will ich eines oder gleich mehrere Geräte aufladen können?", "Soll das Gerät klein und handlich oder eher so ergiebig wie möglich sein?", "Soll es eine schöne Optik haben oder ist es eher wichtig, dass es was aushalten kann?" sollte man ebenfalls vor einer Kaufentscheidung für sich beantwortet haben.

Eine pauschale Antwort auf die Frage "Welche ist die ideale PowerBank?" gibt es also nicht. Deshalb habe ich versucht für jedes Anwendungsgebiet eine Auswahl zu treffen und habe dann mehrere USB Akkus anhand objektiver Kriterien getestet.

Die besten PowerBanks 2018 im Überblick

Die mAh (Kapazität) einer PowerBank sagen nichts über die Ampere (Stromstärke) aus.

Eine PowerBank mit 30.000 mAh mit 1A Output kann also durchaus für Tablets oder Laptops ungeeignet sein. Eine 15.000 mAh PowerBank mit 3A ist jedoch gleichzeitig für beides konzipiert.

Die Kapazität einer guten PowerBank spielt tatsächlich eine eher untergeordnete Rolle. Denn ein wirklich gutes Akkupack macht die Anwendbarkeit aus. Im Alltag spielt die größere Rolle, wie schnell eine PowerBank das zu ladende Gerät aufladen kann und wie schnell sich die PowerBank selbst wieder aufladen lässt. Wie oft man mit einer Ladung das Smartphone oder Tablet aufladen kann ist zwar auch interessant, aber in alltäglichen Situationen eher weniger kritisch, da man ja meist am Ende des Tages auch die PowerBank an die Steckdose stöpseln kann.

Anders sieht es da natürlich bei Outdoor- bzw. Rugged-PowerBanks aus. Diese müssen ja im Zweifel mehrere Tage ohne Ladung auskommen und sollen in der Regel auch mehrmals zum Einsatz kommen können. Für die Extremeinsätze empfiehlt sich über ein Rugged-Modell hinaus die Anschaffung einer XXL-PowerBank mit enormen Kapazitäten von um die 100.000 mAh oder einer Solar-PowerBank, von denen sich jedenfalls die Guten auch tatsächlich in wenigen Stunden auf brauchbare Kapazität bringen lassen.

Die besten PowerBanks bis 20 Euro

Dieses Preissegment ist das reinste Minenfeld. Die meisten Akkupacks für unter 20 Euro sind nichts weiter als Billigdinger, die leicht kaputt gehen, mieserabel verarbeitet sind, beim Ladevorgang selbst förmlich glühen oder viel zu wenig leisten für das was sie versprechen. Die beiligenden Ladekabel für jene billigen Power Banks sind schlecht verarbeitet oder aufgrund hoher innerer Widerstände nicht selten genug unbrauchbar.

Und so gilt auch für PowerBanks das Sprichwort, das oftmals zutrifft:

Wer billig kauft, kauft zweimal.

Natürlich gibt es auch einige brauchbare PowerBank Modelle für weniger 20 Euro zu kaufen. Ich habe mir daher auch einige angeschaut und getestet. Meine Meinung lest ihr wie immer in den einzelnen Testberichten.

Mini PowerBanks mit ~5.000 mAh

Allround PowerBanks mit ~20.000 mAh

Noch vor den Akku Packs mit 20.000mAh sind die mobilen Akkus mit 10.000mAh die beliebtesten. Kein Wunder, denn mit 10.000mAh und einem anständigen Ladekabel lassen sich mehrere Ladezyklen für Handys aber auch komplette Aufladungen von größeren Geräten wie Tablets realisieren. Mit einigen Geräten die über einen USB-C Ausgang verfügen kann man sogar die Akku-Lebensdauer vieler Notebooks um einiges verlängern.

Ein idealer Reisebegleiter auch daher, weil er problemlos ins Flugzeug mitgenommen werden kann. Und wer ein 10.000mAh Batterie Pack am liebsten immer dabei haben möchte kann das problemlos machen, denn sehr viele hochwertige Modelle sind schlank und leicht, sodass sie bequem in jede Hosentasche passen.

Große PowerBanks mit ~30.000 mAh

Die zweiteliebteste Größe unter den externen Ladegeräten sind die USB Akkus mit 20.000mAh Kapazität. Diese großen PowerBanks haben genug Strom gespechert, um ein oder gleich mehrere Geräte aufzuladen. Hochwertige Zusatzakkus bieten auch eine ordentliche Stromstärke unter der Verwendung von Schnellladeprotokollen wie QuickCharge.

PowerBanks für iPhone (Lightning-Anschluss)

Im Grunde lässt sich ein iPhone wie alle anderen Geräte an jeder x-beliebigen PowerBank aufladen. Man braucht eben nur das richtige Kabel. Es gibt aber auch PowerBanks mit bereits integriertem Kabel. So spart man sich das Mittragen eines Kabels - die Angelegenheit PowerBank wird so noch handlicher.

Doch Obach! Die meisten integrierten Kabel sind vom Typ Micro-USB. Einige PowerBanks haben noch zusätzlich einen Adapter für Apple-Geräte mit Lightning-Anschluss, viele aber nicht. Ich habe mal genauer hingeschaut und auch die PowerBanks selbst getestet. Meine Auswahl findet ihr wie immer inklusive ausführlicher Testberichte.

Die besten Akku Packs für Laptops

PowerBanks für Apple MacBooks sind rar

PowerBanks für Apple MacBook Pro 2016

Gute Ladegeräte, schlechte Ladegeräte

So teste ich PowerBanks, Ladekabel und Adapter

Sämtliche getesteten PowerBanks habe ich mir selbst im Laden gekauft oder im Internet bestellt. Manchmal bittet mich ein Hersteller seine neuen Geräte zu testen und ich schaue, ob mich das Produkt interessiert. Wenn dem so ist, teste ich auch auch mal eines.

Wer in Deutschland online einkauft, hat z. B. bei Elektronik das Recht den gekauften Artikel ohne Angabe von Gründen binnen 14 Tagen wieder zurück zu schicken.

Im Laden gibt es keinen solchen Anspruch. Wenn ein Geschäft eine gekaufte Ware zurücknimmt, dann immer auf Kulanz.

Es gibt zahlreiche Faktoren die für oder gegen eine bestimmte PowerBank sprechen. So schaue ich neben dem Design und der Haptik hauptsächlich auf die Kapazität und Ladegeschwindigkeiten. Nicht selten ist es nämlich so, dass Herstellerangaben nicht mit den tatsächlichen Werten übereinstimmen. Und das ist nicht nur bei günstigen "No Name"-Produkten so.

Besonders wichtig ist natürlich die Kapazität (mAh) der verbauten Akkubatterien. Ich teste einerseits die anfängliche Akku-Kapazität, also die Energie, die eine PowerBank üblicherweise zum Zeitpunkt des Kaufs hat. Das ist praktisch, wenn man sich spontan (etwa auf Reisen) eine PowerBank im Laden besorgt, um das Smartphone aufzuladen. Andererseits messe ich aber natürlich auch die maximale Kapazität der PowerBanks nach vollständiger Aufladung.

Um die Leistungsmessung abzurunden, messe ich meist auch die Leistung in Wattstunden (Wh), bzw. Milliwattstunden (mWh), da nur diese eine einigermaßen genaue Aussagekraft zur tatsächlichen Akkuleistung geben können. Denn die Leistung ist von der Spannung abhängig. Bei der reinen mAh-Angabe wird diese jedoch nicht berücksichtigt.

Für die diversen Messungen die ich für die Testberichte durchführe, benutze ich verschiedene USB Multimeter und Testladungen. Ein Multimeter zeichnet auf, wie viel Energie verbraucht wird und welche Spannung (V) bei welcher Stromstärke (A) auf der PowerBank herrscht.

Die Testladung hat die Aufgabe die Energie aus dem Energieträger (also der PowerBank) zu ziehen. Dabei entsteht Wärme, da die Testladung die bezogene Energie "irgenwo hin stecken" muss, erwärmt sich der Widerstand auf der Ladung, und wandelt so den Strom in Wärme. Dabei kann es ganz schön heiß hergehen. Nicht selten erwärmt sich die Testladung dabei auf über 200°C.

Andere Multimeter sind mit einem kleinen Lüfter ausgestattet, welcher anspringt und die Testladung (auch "Dummy Load" genannt), wenn die integrierte Testladung zu heiß wird. Diese eher teureren Multimeter liefern auch genauere Messergebnisse, denn sie verbrauchen selbst keinen Strom vom angeschlossenen Akku Pack, sondern werden extern mit Energie versorgt.

Außerdem messe ich den inneren Widerstand der beiliegenden Ladekabel, welcher in Ohm (Ω) oder mOhm (mΩ) gemessen wird. Das ist ein Faktor der nur all zu oft unterschätzt wird. Je größer der innere Widerstand des Ladekabels, umso mehr Energie "verpufft" bei der Übertragung. Günstige PowerBanks kommen häufig mit unbrauchbaren Ladekabeln daher. Also auch hier lohnt sich ein genauer Blick. Auch ist ein premium Ladekabel garnicht so verkehrt, wie ihr in meinem Ladekabel Test 2018 nachlesen könnt.

Ansonsten verlasse ich mich auf meine Erfahrung mit Materialien. Also wie sich diese unter verschiedenen Wetter- und Altagsbedingungen verhalten. Außerdem nutze ich die Geräte über verschiedene Zeiträume und auch abwechselnd, um Unterschiede besser zu erkennen.

Der "Zeit bis 5.000mWh OUT"-Test

Bei einem Batterie Pack ist Zeit ein wichtiger Faktor. Häufig werden Externe Ladegeräte in Situationen genutzt, in denen man auf das Endgerät angewiesen ist. Sei es um im Notfall telefonisch erreichbar zu bleiben, mit einem GPS-Tracker oder Navigationssystem die Route nicht zu verlieren oder beim Pokémon Go spielen.

Aus diesem Grund messe ich, wie lange es dauert bis das Power Pack 5.000mWh (bei 5V sind das 1.000mAh) abgegeben hat. Eine solche Ladung lädt die meisten Smartphones zu etwa 50%, für Notsituationen ausreichend. Will man ein Smartphone mit einer kleinen PowerBank komplett aufladen, kommt es bei den meisten Geräten zu einem Abfall der Stromstärke, der Spannung oder beidem, der restliche Ladevorgang dauert dann sehr lange. Es gilt bei kleinen Akkubanks das Paretoprinzip.

Der "Zeit bis 10.000mWh IN"-Test

Wie man häufig schnell mal ein Handy aufladen will, so kann es sein, dass man schnell mal eine PowerBank braucht. Dummerweise hat man nach der letzten langen Zugfahrt vergessen sein Power Pack wieder aufzuladen. Weil man den Externen Akku aber unbedingt braucht, ist es relevant zu wissen, wie lange es dauert, bis er von 0% auf etwa 2.000mAh oder 10.000mWh geladen ist. Das ist eine ausreichende Menge um im Notfall immernoch an ein wenig Strom zu kommen. Also messe ich die Zeit, die man ungeduldig vor der heimischen Steckdose verbringen muss, bis man das gute Stück mitnehmen kann.