Spotify

Spotify ist der weltweit größte Musikstreaming-Dienst und hat sich in den letzten Jahren als weltweiter Marktführer etabliert. Die Plattform erlaubt es Nutzern weltweit, von unterschiedlichen Endgeräten über das Internet Musikstücke im digitalen Format zu streamen, Playlisten zu erstellen, Künstlern zu folgen und seine eigene Musiksammlung zu verwalten.

Gründung von Spotify im Jahr 2006

Das Unternehmen Spotify Ltd. wurde am 23. April 2006 von Daniel Ek und Martin Lorentzon in Stockholm gegründet. Am 7 Oktober 2008 wurde die Spotify-Plattform offiziell in Schweden gelauncht. Ek und Lorentzon haben einen Weg gesucht, das Problem der zum damaligen Zeitpunkt extrem hohen illegalen Downloads von Musikstücken im MP3 Format durch eine attraktive Alternative zu lösen und der Musikindustrie so einen Ausweg aus der Krise aufzuzeigen.

Lizenzverträge und Beteiligung der Majorlabels als Schlüssel zum Erfolg

Spotify hat sogenannte Lizenzverträge mit den führenden Majorlabels Universal Music, Warner Music und Sony Music abgeschlossen, um Zugriff auf deren Musikkatalog zu erhalten und diesen seinen Nutzern anbieten zu können. So ist zu erklären, dass der überwiegende Großteil der bekannten Künstler auf Spotify vertreten ist und der Service entsprechend attraktiv für die Nutzer ist. Darüber hinaus hat Spotify alle drei Majorlabels schon zu einem frühen Zeitpunkt als Gesellschafter an dem Unternehmen der Spotify Ltd. beteiligt, so dass diese auch an einem langfristigen Erfolg durch eine Übernahme des Unternehmens oder einen Börsengang wirtschaftlich partizipieren können.

Funktionsweise der Spotify-Plattform

Um über die Plattform Musik streamen zu können, muss sich der Nutzer auf Spotify registrieren. Der Spotify-Dienst ist sowohl auf Rechnern und Laptops, als auch über mobile Endgeräte mittels einer eigenen App nutzbar. Nachdem das Konto eröffnet worden ist, kann der Nutzer von beliebig vielen Geräten aus Musik streamen und ausgewählte Musik in sogenannten Playlists verwalten, die der Nutzer selbst anlegen, mit Freunden teilen und benennen kann. Das gleichzeitige Abspielen von Musik auf mehreren Geräten ist aber innerhalb eines Accounts nicht möglich.

Der Dienst selbst funktioniert über On-Demand-Streaming, die Musiktitel werden also über das Internet temporär geladen, aber befinden sich zu keinem Zeitpunkt komplett auf dem Endgerät des Nutzers, so dass kein Speicherplatz benötigt wird und auch bei langsamer Datengeschwindigkeit Musik abgespielt werden kann. Premium-Nutzer können die Musikdateien mit einer Qualität von bis zu 320 kbit/s streamen.

Spotify basiert auf dem Freemium Modell

Nutzer können sich auf der Plattform kostenlos anmelden und unbegrenzt Musik streamen, allerdings werden im kostenlosen Modus Werbungen eingeblendet. Eine weitere Einschränkung im kostenlosen Modus ist die Tatsache, dass gespeicherte Titel in Playlisten oder Alben von mobilen Endgeräten nur per Zufall ausgewählt werden, des Weiteren ist die Audioqualität auf 128 kbit/s begrenzt, was vom Sound her annähernd der allgemeinen CD-Qualität entspricht.

Um die Spotify-Plattform vollumfänglich und ohne Werbeeinblendungen nutzen zu können, muss man ein Abonnement abschließen und eine monatliche Nutzungsgebühr entrichten, welche von Land zu Land schwankt. Das Geschäftsmodell von Spotify basiert dementsprechend auf dem Freemium-Prinzip, welches das Basisprodukt kostenlos anbietet und für Zusatzfunktionen kostenpflichtig macht.

Einnahmen durch Streaming statt Verluste durch illegale Downloads

Im Gegensatz zu Geschäftsmodellen wie iTunes oder Amazon Music werden die Künstler, die auf Spotify ihre Musik veröffentlichen, nicht über direkte Verkäufe, wie beispielsweise Downloads entlohnt, sondern entsprechend der Anzahl an Streams der jeweiligen Musiktitel vergütet. Spotify zahlt den Künstlern also sogenannte Royalties, welche monatlich abgerechnet werden und anschließend in Form einer Zahlung den jeweiligen Labels und Künstlern zufließen. Die Gesamtsumme der Zahlung setzt sich dabei aus dem proportionalen Anteil zusammen, den die gesamten Streams des jeweiligen Künstlers im jeweiligen Monat an allen erzeugten Streams aller Künstler auf der Plattform haben. Dieser Anteil wird proportional auf die monatlichen Erlöse durch Werbeeinnahmen und der Abonnementzahlungen durch Premium Subscribers, also Nutzern, die für die vollumfängliche Nutzung der Plattform monatlich zahlen, angerechnet und einem Verteilungsschlüssel entsprechend ausgeschüttet.

Börsengang von Spotify im Jahr 2018

Im Jahr 2018 ist Spotify am 3. April desselbigen Jahres an die Börse gegangen. Zuvor wurde das Unternehmen für mehrere Jahre durch Wagniskapitalgeber finanziert, welche die Gesamtsumme von ungefähr 388 Millionen Euro zur Verfügung gestellt haben.