Bildbearbeitung mittels Foto Apps

Bildbearbeitung mittels Foto Apps

Neben dieser Möglichkeit der Verknüpfung geriet auch die Kunst der Selbstdarstellung mehr und mehr in den Fokus des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Jeder möchte seinen Mitmenschen zeigen, welche Orte gerade entdeckt werden oder glückliche Momente mit Menschen teilen, die diese leider nicht aktiv miterleben können. Auf diesem Weg wurde auch die Bearbeitung von Fotos immer populärer. Fotos, die durch ein paar Katzenohren und Schnurrhaare andere zum Lachen bringen, mit Hilfe von Farbeffekten etwas Fantastisches ausdrücken oder einfach einen etwas hochwertigeren Look präsentieren sollen.

Doch wie kann Gewissheit darüber erlangt werden, welche der vielen Foto-Apps die richtige ist?

Eine Vorgehensweise wäre, auf Empfehlungen zu achten oder die Bewertungen der vorherigen User zu lesen. Dabei kann es aber durchaus passieren, dass überhaupt keine Einigkeit über die Qualität einer App herrscht und ein mancher einfach Pech hatte, dass diese die ganze Zeit abgestürzt ist. Es macht also den Anschein als wäre der eigene Eindruck immer noch der zuverlässigste. Hilfreich könnte es allerdings auch sein, einen Ratgeber wie diesen zu lesen, um Anregungen für bestimmte Apps zu bekommen. Ideen, welche Apps konkret getestet werden könnten. Dabei gibt es Unterschiede, die vor allem die Funktionswünsche betreffen. Liegt also der Fokus eher auf einer realistischen Bearbeitung oder eines fantasievollen Designs? Um beiden Wünschen gerecht zu werden, präsentieren die folgenden Foto-Apps vielfältige Funktionen für eine natürliche oder auch fantastische Bildbearbeitung.

InShot Inc. Photo Editor

Funktionen

Der Photo Editor von InShot Inc. bietet eher klassische Funktionen, welche es ermöglichen, Fotos zuzuschneiden, relativ natürliche Filter darüber zu legen und Anpassungen bezüglich der Helligkeit, des Kontrasts, der Sättigung u.v.m. vorzunehmen. Neben diesen Funktionen für bereits entstandene Fotos, ist es auch möglich, Fotos über die App zu knipsen und bis zu 18 Bilder zu einer Collage zusammenzufügen. Für die Anordnung der Collagen sind verschiedene Layouts verfügbar. Außerdem können auch hier unterschiedliche Filter, Sticker, Textelemente oder auch Hintergründe verwendet werden.

Es stehen um die 19, kostenlose Filter zur Verfügung, welche um weitere Filter in den Kategorien „Spring“ und „Retro“ ergänzt werden können. Vier Filter der Kategorie Spring oder fünf Filter der Kategorie Retro kosten 1,99 €.

Besonderheiten

Zu den Funktionen gehört auch die Kategorie „Körper“, welche es ermöglicht, Änderungen an Gesicht und Körper vorzunehmen. Ein paar Bauchmuskeln hier oder eine neue Frisur da, erlauben eine weitere Anpassung über Licht- und Farbverhältnisse hinaus.

Kritik

Die Übersetzung ist etwas ungenau und unvollständig. So kann schon einmal Verwirrung herrschen, wenn die Option des Zuschnitts eines Bildes mit „Ernte“ bezeichnet wird. In der Kategorie „Körper“ kann außerdem nicht direkt auf Funktionen zugegriffen werden. Es wird erst einmal verlangt, ein Video anzusehen, um diese freizuschalten. Nicht ganz klar ist jedoch, für wie lange die Funktionen freigeschaltet werden, da auch an dieser Stelle die Übersetzung nicht ganz genau ist.

Fazit

Der Photo Editor von InShot Inc. ist recht einfach zu bedienen und bietet eine solide Möglichkeit der Bildbearbeitung für kleinere Anpassungen. Allerdings gibt es keine Eindeutigkeit der Begriffe, da diese entweder fehlerhaft oder nur teilweise übersetzt wurden. Außerdem ist die Handhabe der Körperanpassungen etwas komplizierter. Die Werbeeinblendungen wiederum halten sich im oberen Bereich des Displays und als Zwischeneinblendungen bei Ladevorgängen in Grenzen.

Dreams Room Photo Editor

Funktionen

Der Photo Editor von Dreams Room bietet auch die Möglichkeit, Fotos auszuwählen oder neue Fotos aufzunehmen. Des Weiteren werden auch hier klassische Funktionen angeboten, wie Farb- und Lichtanpassungen oder das Einfügen von Textelementen und Stickern.

Besonderheiten

Der Photo Editor ist mit der Creative Cloud von Adobe verbunden. Neben den originalen Filtern können auf diese Weise auch Adobefilter verwendet werden, wofür es allerdings einer Anmeldung in der Creative Cloud bedarf. Die Memefunktion fügt Fotos Textelemente hinzu. Außerdem können unerwünschte Elemente retuschiert werden. Diese Funktion erfordert jedoch etwas Geduld, da die retuschierten Stellen teilweise etwas faltig aussehen.

Kritik

Die Werbeeinblendungen sind penetranter und ziehen sich über das komplette Display. Es stehen wenige Filter zur Verfügung, da auch keine Kaufoption besteht, sondern direkt eine Anmeldung in der Creative Cloud von Nöten ist, um weitere Filter nutzen zu können.

Fazit

Generell lässt sich der Photo Editor einfach handhaben, bietet eine verständliche Bedienung und die Möglichkeit einer klassisch ästhetischen Bildbearbeitung. Die Anmeldung in der Creative Cloud ermöglicht zusätzlich die Nutzung weiterer vielfältiger Filter.

Lyrebird Studios Foto Editor

Funktionen

Der Foto Editor des Lyrebird Studios ermöglicht auch eine klassische Bildbearbeitung mit einem etwas stärkeren Fokus auf Collagen. Es werden fünf Felder geboten, welche sich auf den Zuschnitt, die Erstellung von Collagen, die Spiegelung, bestimmte Formen und eine Art Make-Over beziehen. In jedem dieser Felder ist es möglich, klassische Funktionen zu bedienen und Sticker sowie Text einzufügen. Lediglich die Option des Make-Overs (in der App als Bilden bezeichnet) enthält spezielle Funktionen für die Anpassung der verschiedenen Gesichtsareale.

Besonderheiten

Im Gegensatz zu dem Photo Editor von InShot Inc. wird in der Make-Over Option dieses Foto Editors nicht der gesamte Körper fokussiert, sondern nur das Gesicht. Die Gesichts- und Körperverändernden Optionen beider Editors ergeben jedoch keine besonders realistischen Anpassungen und können eher als unterhaltsame Spielerei bewertet werden.

Kritik

Neben der Kritik an der Make-Over Funktion, sind auch die Werbeeinblendungen hartnäckig und treten immer bei Ladevorgängen und beim Start der App auf. Außerdem muss umständlich an den Anfang geklickt werden, um auch die anderen Felder nutzen zu können.

Fazit

Die Bedienung ist verständlich aber auch umständlich. Zudem muss bei den Werbeeinblendungen darauf geachtet werden, diese nicht immer unabsichtlich zu öffnen. Generell werden aber vielfältige Funktionen, besonders in Bezug auf eine klassische Bildbearbeitung, geboten.

Dies waren drei Foto-Apps im Vergleich, die sich überwiegend auf klassische Bildbearbeitungsfunktionen fokussieren. Es werden allerdings bei keiner der Apps fantasievollere Filter geboten, welche es erlauben, die eigene Bildidentität in etwas Außergewöhnliches zu verwandeln. Dieser Wunsch findet Erfüllung in etwas anderen Foto-Apps. Zwei davon werden im Folgenden vorgestellt.

VicMan LLC Photo Lab

Funktionen

Die Photo Lab App von VicMan LLC bietet zunächst um die 27 kostenlose Kategorien an, um aus einem Foto etwas Fantasievolles zu kreieren. Um ein paar Beispiele zu nennen, können Gesichter zur Hälfte als Tier gestaltet, Emotionen gewechselt oder auch als Kunstwerk dargestellt werden. Diese Kategorien können um weiter „Pro“-Kategorien ergänzt werden, welche allerdings kostenpflichtig sind.

Besonderheiten

Neben einer vielfältigen Auswahl an Kategorien wird die Möglichkeit geboten, die Bildmodifikationen anderer User über zwei Klicks zu übernehmen. Möglich ist dies über den Feed, welcher die Liste der Trends und auch der Top und zuletzt verwendeten Kategorien enthält. Es werden hier einzigartige Fotos gezeigt, welche auch erst durch verschiedene Kombinationen diese Einzigartigkeit erlangen. Für sich genommen sind die verschiedenen Filter und die auf die Filter anzuwendenden Effekte und Animationen standardisiert. Mit etwas Geduld und Muse kann jedoch etwas sehr kreatives entstehen.

Kritik

Die bearbeiteten Fotos enthalten das Wasserzeichen von Photo Lab, welches sich entweder über die Premiumversion entfernen lässt oder durch das Ansehen eines gesponserten Videos. Die Werbeeinblendungen halten sich zwar in Grenzen, tauchen jedoch manchmal während des Bearbeitungsprozesses auf und müssen weggeklickt werden, was auf Dauer etwas lästig werden kann.

Fazit

Die Photo Lab App bietet lustige, faszinierende und auch sehr kunstvolle Filter, welche über Animationen und weitere Effekte individualisiert werden können. Sie ist übersichtlich gestaltet und ermöglicht die Verwendung bereits erstellter kreativer Effektkombinationen. Klassische Effekte werden allerdings vernachlässigt, da der Fokus eher auf künstlerischen und ungewöhnlichen Bearbeitungsoptionen liegt. Außerdem wird die Premiumversion benötigt, um das Wasserzeichen im Foto zu entfernen, was die Lust an der Verwendung der bearbeiteten Fotos mindert.

Painnt

Funktionen

Painnt von Moonlighting Apps, LLC gehört ebenso zu den eher künstlerischen Foto–Apps. Es werden vielfältige Filter angeboten, welche wie Photo Lab in Kategorien wie beispielsweise klassisch, psychedelisch oder auch Natur eingeteilt sind. Es können auch hier bereits bestehende Fotos ausgewählt, Fotos aufgenommen oder Collagen erstellt werden. Die Effekte und Kategorien können hierbei entweder im Menü abgerufen werden oder stehen über Beispielbilder zur Verfügung.

Besonderheiten

Im Gegensatz zu Photo Lab können nach der Auswahl der auch klassische Anpassungen vorgenommen werden, was die Fotos noch individueller gestaltet.

Kritik

Es stehen viele kostenlose als auch kostenpflichtige Filter zur Verfügung. Etwas ungeschickt ist, dass die kostenpflichtigen, den kostenlosen Filtern beigemischt sind. Klickt man jedoch auf einen kostenpflichtigen Filter, wird man sofort darauf aufmerksam gemacht. Werbeeinblendungen gibt es keine, da Werbung als extra Kategorien wie beispielsweise „Testen Sie unsere Apps!“ angezeigt wird, was sehr praktisch wirkt.

Fazit

Painnt wirkt vielfältiger als Photo Lab, da nicht nur Filter und Effekte ausgewählt werden, sondern auch klassische Anpassungen vorgenommen werden können. Die App bietet darüber hinaus abwechslungsreiche Filter, welche allerdings eher in den künstlerischen und weniger in den fantastischen Bereich fallen. Es können keine wirklichen Verwandlungen vorgenommen werden, was beispielsweise die Transformation in ein halbes Tier angeht. Die Filter bieten eher die Möglichkeit, Kunst und Formen auf das eigene Werk anzuwenden.

Welche App ist nun die Beste?

Von den ersten drei Apps bietet der Photo Editor von Dreams Room die verständlichste Oberfläche und abwechslungsreiche Bearbeitungsmöglichkeiten, welche über die Creative Cloud noch vielfältiger gestaltet werden können. Die Entscheidung zwischen Photo Lab und Painnt ist weniger leicht. Während Photo Lab sehr fantasievolle Filter und Effekte bietet, jedoch keine Möglichkeit klassischer Anpassungen, hat Painnt diese im Angebot. Allerdings beschränkt sich Painnt auf kunstvolle Effekte und weniger auf der Fantasie entspringenden Transformationen. Eventuell wäre hier eine Kombination ratsam.
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